- Wie schreibe ich die Module nach BKrFQG in den Lebenslauf?
- Als eigene Zeile mit dem Jahr des letzten Abschlusses, zum Beispiel „Module 1 bis 5 nach BKrFQG, abgeschlossen 2024“. Die Weiterbildung umfasst 35 Stunden alle fünf Jahre, und die Disposition rechnet vom genannten Jahr aus, wie lange du ohne neue Schulung eingeplant werden kannst. Wenn du mitten im Zyklus stehst, schreibe, welche Module bereits erledigt sind.
- Gehören Fahrerkarte und Schlüsselzahl 95 wirklich in den Lebenslauf?
- Ja, beide gehören nach oben zu den Qualifikationen. Ohne gültige Schlüsselzahl 95 im Führerschein und ohne Fahrerkarte darfst du gewerblich nicht fahren — das ist die erste Angabe, nach der eine Personalabteilung sucht. Ein Satz genügt: Klasse, Schlüsselzahl, Fahrerkarte vorhanden. Kopien reichst du erst im Gespräch nach.
- Ich will vom Fernverkehr in den Nahverkehr wechseln. Was ändere ich?
- Stelle die Erfahrung nach vorn, die im Nahverkehr zählt: Stoppzahl je Tour, Rampenerfahrung, Umgang mit Kunden an der Abladestelle, Mitnahmestapler, Scanner und Leergutabwicklung. Fernverkehrsstationen bleiben drin, aber die Stichpunkte betonen dann Zuverlässigkeit bei Frühschicht und feste Touren statt Wochenendheimfahrt und Fernstrecken.
- Muss ich Punkte in Flensburg oder Unfälle angeben?
- Nein, in den Lebenslauf gehört das nicht. Arbeitgeber fordern bei Bedarf einen Auszug aus dem Fahreignungsregister oder ein Führungszeugnis an, das ist Sache des Bewerbungsgesprächs. Was du freiwillig nennen kannst, ist eine belegbare unfallfreie Zeit — aber nur, wenn sie stimmt.
- Wie passe ich dieses Muster auf eine konkrete Stellenanzeige an?
- Du lädst deinen Lebenslauf hoch, fügst die Anzeige ein und siehst in rund 60 Sekunden eine zugeschnittene Fassung im Browser. Verlangt die Anzeige Tankcontainer, Silo oder feste Nahverkehrstouren, rücken die passenden Stationen und Scheine nach vorn. Erfunden wird nichts, und deine Berufsbezeichnung bleibt unverändert. Der erste Durchlauf geht ohne Konto.
- Wie gebe ich die beschleunigte Grundqualifikation an?
- Du nennst sie im Bildungsteil als „Beschleunigte Grundqualifikation nach BKrFQG, IHK-Prüfung“, mit Jahr und Ausbildungsstätte. Der Unterricht umfasst 140 Stunden und endet mit einer theoretischen Prüfung vor der IHK. Darunter steht die Fahrerlaubnis mit Klasse und Schlüsselzahl 95, damit klar ist, dass beides zusammengehört.
- Muss ich die Lenk- und Ruhezeiten im Lebenslauf erwähnen?
- Die Regeln selbst nicht, aber deinen sicheren Umgang damit. Arbeitgeber setzen voraus, dass du die Verordnung (EG) Nr. 561/2006 kennst, also höchstens neun Stunden Lenkzeit am Tag, zweimal pro Woche zehn, und 45 Minuten Pause nach viereinhalb Stunden. Im Lebenslauf zeigst du das mit einem Stichpunkt zur Tourenplanung, etwa zur Wochenruhezeit auf Fernstrecken.
- Mein Führerschein stammt aus dem Ausland. Was schreibe ich?
- Schreib die Klassen, das Ausstellungsland und ob die Fahrerlaubnis schon umgeschrieben ist. Für gewerbliche Fahrten in Deutschland brauchst du zusätzlich die Schlüsselzahl 95 oder einen anerkannten Fahrerqualifizierungsnachweis. Läuft das Verfahren noch, nennst du den Stand mit Behörde und erwartetem Termin, damit die Disposition planen kann.