- Wie viele Mandate soll ich im Lebenslauf angeben?
- Nenne eine Größenordnung und die Struktur, keine exakte Zahl. „Rund 70 Mandate, überwiegend GmbH und Einzelunternehmen aus Handwerk und Handel“ sagt einer Kanzlei, ob du in ihr Mandantenspektrum passt. Eine reine Zahl ohne Rechtsform und Branche lässt sich nicht einordnen.
- Soll ich die Fortbildung zum Steuerfachwirt nennen, obwohl ich sie noch nicht abgeschlossen habe?
- Ja, mit Träger und angemeldetem Prüfungstermin unter Weiterbildung. Kanzleien planen ihre Besetzung entlang solcher Termine, und ein laufender Lehrgang zeigt, in welche Richtung du dich entwickelst. Schreib „Prüfung angemeldet“ oder das geplante Datum dazu, statt den Punkt offen zu lassen.
- Wie zeige ich, dass ich Jahresabschlüsse eigenverantwortlich erstelle?
- Über den Umfang, nicht über Adjektive. Schreibe, wie viele Abschlüsse pro Jahr, welcher Art (EÜR, Bilanz nach HGB) und bis zu welchem Punkt du ohne Rücksprache arbeitest, etwa „bis zur Vorlage beim Berufsträger“. Das ist die Angabe, an der eine Kanzlei deine Einarbeitungszeit abschätzt.
- Zählt die Ausbildung noch, wenn ich seit zehn Jahren im Beruf bin?
- Ja, sie bleibt im Lebenslauf. Die Kammerprüfung ist in der Steuerberatung der Nachweis der Berufsqualifikation und wird in Anzeigen ausdrücklich verlangt. Die Ausbildungsstation darf mit den Jahren kürzer werden, verschwinden sollte sie nicht.
- Brauche ich als Steuerfachangestellte ein Foto im Lebenslauf?
- In Kanzleien ist das Bewerbungsfoto weiterhin üblich, verpflichtend ist es nicht. Wenn du eines einsetzt, sollte es sachlich und aktuell sein. Resume Copilot unterstützt Foto und Unterschrift im tabellarischen Aufbau, du kannst beides aber auch weglassen.
- Wann kann ich mich zur Steuerfachwirt-Prüfung anmelden?
- Die Steuerberaterkammern verlangen in der Regel die bestandene Prüfung als Steuerfachangestellte und danach mindestens drei Jahre Praxis im Steuer- und Rechnungswesen. Im Lebenslauf zeigt sich das an den Zeiträumen deiner Stationen, deshalb lohnt es sich, Kanzleistationen lückenlos und mit Monat anzugeben.
- Gehören Fachassistent-Abschlüsse in den Lebenslauf?
- Ja, mit Kammer und Jahr. Der Fachassistent Lohn und Gehalt und der Fachassistent Rechnungswesen und Controlling sind Fortbildungsprüfungen der Steuerberaterkammern und zeigen eine klare Spezialisierung. Bewirbst du dich auf eine reine Lohnstelle, rückt der Fachassistent Lohn und Gehalt ins Profil, direkt hinter die Berufsbezeichnung.
- Wie beschreibe ich Erfahrung mit Betriebsprüfungen?
- Beschreibe deine Rolle und den Umfang, zum Beispiel „Unterlagen vorbereitet, Fragen der Prüfer beantwortet, an der Schlussbesprechung teilgenommen“. Unterscheide Betriebsprüfung, Lohnsteuer-Außenprüfung und Prüfung der Rentenversicherung, denn jede verlangt anderes Wissen. Ergebnisse von Prüfungen bei Mandanten nennst du ohne Namen und ohne Beträge.